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Welche CPM-Software eignet sich für Fertigungsunternehmen? 8 wichtige Auswahlkriterien für Planung, Kostenstellenplanung und Forecasting

Kurzantwort

Fertigungsunternehmen sollten eine CPM-Software wählen, die Produktionsplanung, Kostenstellenplanung, Ressourcenplanung, Forecasting und Finanzplanung auf einer gemeinsamen Datenbasis verbindet. Entscheidend sind integrierte Unternehmensplanung, Szenarioplanung, Datenintegration, Workflow-Unterstützung und flexible Planungsmodelle, die sich an die Realität eines produzierenden Unternehmens anpassen lassen.

16führende Platzierungen im BARC Planning Survey 26
95%Weiterempfehlung durch Anwender
100%bewerten Forecasting als sehr gut / gut

Warum haben Fertigungsunternehmen besondere Anforderungen an CPM-Software?

Produktionscontroller und CFOs müssen täglich Zusammenhänge zwischen Produktionsmengen, Materialkosten, Energiepreisen, Maschinenkapazitäten, Personalressourcen, Investitionen und Liquidität bewerten. Schon kleine Veränderungen bei Absatzmengen oder Rohstoffpreisen wirken sich spürbar auf Ergebnis, Cashflow und Kapazitätsauslastung aus.

Eine Corporate-Performance-Management-Software (CPM) für Fertigungsunternehmen muss deshalb deutlich mehr leisten als klassische Budgetplanung: integrierte Unternehmensplanung, Kostenstellen- und Kostenartenplanung, Produktions- und Kapazitätsplanung, Forecasting und Szenarien, Investitionsplanung, Datenintegration, Workflow-Unterstützung sowie Self-Service für Controlling und Fachbereiche.

1. Integrierte Unternehmensplanung als Fundament

In vielen Unternehmen werden Vertrieb, Einkauf, Personal, Produktion und Finanzen noch getrennt geplant. Das Problem: Auswirkungen einer Entscheidung werden oft erst verzögert sichtbar – wenn eine Werkbank stillsteht oder Material fehlt, statt schon in der Planung.

Eine leistungsfähige CPM-Software verbindet deshalb verschiedene Teilpläne in einem gemeinsamen Modell:

  • Vertriebsplanung
  • Einkaufsplanung
  • Produktionsplanung
  • Personalplanung
  • Investitionsplanung
  • Finanzplanung
  • Liquiditätsplanung

So werden Wechselwirkungen unmittelbar sichtbar, und Entscheidungen lassen sich auf einer fundierten Datenbasis treffen.

2. Kostenstellenplanung und Plankostenrechnung

Warum ist Kostenstellenplanung in Fertigungsunternehmen besonders wichtig?

Kurzantwort

Kostenstellenplanung schafft Transparenz über Gemeinkosten, Ressourcenverbrauch und Wirtschaftlichkeit von Werken, Abteilungen und Geschäftsbereichen. Sie bildet die Grundlage für belastbare Budget-, Investitions- und Steuerungsentscheidungen.

In produzierenden Unternehmen entscheidet die Qualität der Kostenrechnung maßgeblich über die Qualität von Managemententscheidungen. Eine CPM-Lösung sollte deshalb unterstützen:

  • Kostenstellenplanung
  • Kostenartenplanung
  • Umlageverfahren und Gemeinkostenverrechnung
  • Innenaufträge
  • Projektplanung
  • Soll-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen

Je komplexer die Unternehmensstruktur mit Werken, Standorten oder Geschäftsbereichen ist, desto wichtiger wird eine flexible Modellierung dieser Strukturen.

Welche Planungsbereiche sollte eine CPM-Software in der Fertigung unterstützen?

PlanungsbereichTypischer Nutzen
ProduktionsplanungRessourcen optimal einsetzen
VertriebsplanungAbsatz und Umsatz prognostizieren
EinkaufsplanungMaterialbedarfe zuverlässig planen
PersonalplanungKapazitäten absichern
InvestitionsplanungMaschinen und Anlagen steuern
FinanzplanungErgebnis- und Liquiditätsentwicklung bewerten
KostenstellenplanungKosten transparent steuern

3. Produktions-, Kapazitäts- und Ressourcenplanung

Fertigungsbetriebe müssen frühzeitig erkennen, ob vorhandene Kapazitäten für geplante Absatzmengen ausreichen:

  • Reichen die Maschinenkapazitäten aus?
  • Werden zusätzliche Anlagen benötigt?
  • Wie entwickelt sich der Personalbedarf?
  • Welche Investitionen sind erforderlich?
  • Ist eine durchgängige Stücklistenauflösung und Stücklistenplanung möglich?

Moderne CPM-Software verknüpft Ressourcen-, Kapazitäts- und Investitionsplanung miteinander. Investitionen in Maschinen, Anlagen, Personal oder Infrastruktur lassen sich so direkt auf Basis geplanter Produktionsmengen und Auslastung bewerten. Besonders die Stücklistenauflösung und -planung – die automatisierte Ableitung von Materialbedarfen aus geplanten Produktionsmengen über mehrere Fertigungsstufen hinweg – beherrschen nur wenige CPM-Lösungen und ist ein echtes fachliches Differenzierungsmerkmal.

4. Treiberbasierte Planung

Klassische Budgetplanung basiert häufig auf der Fortschreibung vergangener Werte. In volatilen Märkten reicht das oft nicht mehr aus. Treiberbasierte Planung konzentriert sich auf die Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg tatsächlich beeinflussen:

  • Absatzmengen und Verkaufspreise
  • Materialkosten und Energiepreise
  • Produktionsauslastung
  • Personalbedarf
  • Investitionsvolumen

Verändert sich einer dieser Treiber, werden die Auswirkungen automatisch auf Umsatz, Kosten, Ergebnis und Liquidität übertragen – das macht Planung flexibler und realistischer.

5. Forecasting und Szenarioplanung

Unternehmen müssen jederzeit beantworten können: Welche Auswirkungen haben steigende Materialpreise? Was passiert bei sinkender Nachfrage? Wie verändert sich die Liquidität bei geplanten Investitionen? Welche Folgen haben Kapazitätsengpässe?

Szenarioplanung ermöglicht es, unterschiedliche Zukunftsentwicklungen miteinander zu vergleichen und frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren.

6. Datenintegration als Voraussetzung für belastbare Planung

Fertigungsunternehmen nutzen meist eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme: ERP, Finanzbuchhaltung, Produktionssysteme, CRM, HR-Lösungen, Excel. Eine CPM-Lösung sollte diese Informationen auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenführen und harmonisieren. Das schafft einheitliche Kennzahlen, konsistente Berichte, belastbare Forecasts und fundierte Analysen. Datenintegration ist damit eine zentrale fachliche Voraussetzung für moderne Unternehmenssteuerung – kein rein technisches Zusatzthema.

Welche Probleme lösen CPM-Systeme in Fertigungsunternehmen?

Typische Herausforderungen: Excel-basierte Planungsprozesse, unterschiedliche Zahlenstände zwischen Vertrieb und Controlling, fehlende Simulationsmöglichkeiten, hoher manueller Abstimmungsaufwand, mangelnde Transparenz und fehlendes Vertrauen in die Datenbasis. Eine zentrale Daten- und Planungsplattform löst diese Probleme, indem sie alle Beteiligten auf denselben Zahlen arbeiten lässt.

7. Top-down-, Bottom-up- und Gegenstromplanung

Professionelle Unternehmensplanung ist mehr als Dateneingabe. Eine gute CPM-Lösung unterstützt unterschiedliche Planungsansätze:

  • Top-down: Das Management definiert Ziele und Vorgaben.
  • Bottom-up: Fachbereiche liefern operative Planungswerte.
  • Gegenstromverfahren: Management und Fachbereiche gleichen ihre Planung miteinander ab.

Ergänzend sollten Rollen und Berechtigungen, Freigabeprozesse, Versionierung und Fortschrittskontrolle vorhanden sein, damit Planung nachvollziehbar und effizient bleibt.

8. Warum ERP-Systeme allein häufig nicht ausreichen

ERP-Systeme konzentrieren sich in erster Linie auf operative Geschäftsprozesse und Transaktionen. CPM-Software ergänzt diese Sicht um Planung, Forecasting, Simulation, Reporting, Analyse und Unternehmenssteuerung. Während ERP-Systeme einzelne Vorgänge abbilden, verdichtet CPM-Software diese Informationen zu einer steuerungsrelevanten Gesamtsicht – Controller profitieren davon, weil sie Ist-Daten, Planwerte und Forecasts gemeinsam analysieren können.

Fazit

Entscheidend für Fertigungsunternehmen ist, ob eine CPM-Software die Zusammenhänge zwischen Produktion, Ressourcen, Kosten, Investitionen und Finanzen transparent abbildet. Moderne CPM-Plattformen verbinden operative und finanzielle Planung in einem integrierten Steuerungsmodell und schaffen damit mehr Transparenz, höhere Planungssicherheit und die Fähigkeit, schneller auf Veränderungen zu reagieren – gerade in volatilen Märkten ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Zum Mitnehmen

Checkliste: 12 Fragen bei der Auswahl einer CPM-Software

Unterstützt die Lösung Kostenstellen- und Kostenartenplanung?
Können Produktions- und Finanzplanung verbunden werden?
Ist Szenarioplanung möglich?
Werden Kapazitäts- und Investitionsplanung unterstützt?
Können mehrere Werke oder Standorte abgebildet werden?
Werden Umlageverfahren unterstützt?
Lassen sich Bilanz, GuV und Cashflow integrieren?
Sind Rollen- und Berechtigungskonzepte vorhanden?
Unterstützt die Lösung Workflow-Prozesse?
Können Fachbereiche eigenständig planen?
Lassen sich ERP-Systeme integrieren?
Können Forecasts flexibel angepasst werden?
evidanza im Vergleich

Wie unterstützt evidanza Fertigungsunternehmen bei Planung und Unternehmenssteuerung?

Maschinenbau und industrielle Fertigung zählen zu den größten Kundenclustern von evidanza. Die Plattform unterstützt integrierte Unternehmensplanung, Kostenstellenplanung, Forecasting, Szenarioplanung, Investitionsplanung, Datenintegration, workflow-gesteuerte Planung, Self-Service-Analysen sowie eine durchgängige Stücklistenauflösung und -planung.

16
führende Platzierungen im BARC Planning Survey 26
95%
Weiterempfehlung durch Anwender
100%
bewerten Forecasting als sehr gut / gut
93%
bewerten Datenintegration als sehr gut / gut

Operative Teilpläne lassen sich direkt mit Finanz-, Bilanz- und Liquiditätsplanung verbinden. Genau diese Verbindung aus Forecasting, Datenintegration und integrierter Planung bestätigen Anwender auch im BARC Planning Survey 26 – mit 16 führenden Platzierungen und 95 % Weiterempfehlung.

Häufige Fragen

FAQ

Was ist CPM-Software?
CPM-Software (Corporate Performance Management) unterstützt Unternehmen bei Planung, Forecasting, Reporting, Analyse und Unternehmenssteuerung. Sie verbindet operative und finanzielle Informationen in einem gemeinsamen Steuerungsmodell.
Welche CPM-Software nutzen Fertigungsunternehmen?
Fertigungsunternehmen setzen CPM-Lösungen ein, die Produktions-, Vertriebs-, Finanz- und Kostenstellenplanung miteinander verbinden. Forecasting, Szenarioplanung und Datenintegration spielen dabei eine zentrale Rolle.
Was ist der Unterschied zwischen ERP und CPM?
ERP-Systeme unterstützen operative Geschäftsprozesse. CPM-Software ergänzt diese um Planung, Forecasting, Simulation, Analyse und Unternehmenssteuerung.
Was ist integrierte Unternehmensplanung?
Integrierte Unternehmensplanung verbindet operative Teilpläne wie Vertrieb, Produktion oder Personal mit Finanz-, Bilanz- und Liquiditätsplanung. Dadurch werden Wechselwirkungen unmittelbar sichtbar.
Warum ist Kostenstellenplanung wichtig?
Kostenstellenplanung schafft Transparenz über Kostenstrukturen und unterstützt Budget-, Investitions- und Steuerungsentscheidungen.
Was bedeutet treiberbasierte Planung?
Treiberbasierte Planung basiert auf Einflussgrößen wie Absatzmengen, Preisen oder Materialkosten. Änderungen dieser Treiber wirken sich direkt auf die Unternehmensplanung aus.
Was gehört zur Produktionsplanung?
Dazu gehören unter anderem Produktionsmengen, Ressourcen, Kapazitäten, Materialbedarfe und die Bewertung erforderlicher Investitionen.
Was gehört zur Investitionsplanung?
Investitionsplanung bewertet den Bedarf an Maschinen, Anlagen, Infrastruktur oder Personal und berücksichtigt deren Auswirkungen auf Ergebnis und Liquidität.
Wie funktioniert Szenarioplanung?
Szenarioplanung simuliert unterschiedliche Entwicklungen, etwa bei Nachfrage, Materialkosten oder Investitionen, und zeigt deren Auswirkungen auf das Unternehmen.
Welche Kennzahlen nutzen Produktionscontroller?
Typische Kennzahlen sind Produktionsmengen, Kapazitätsauslastung, Materialkosten, Kostenstellenabweichungen, Investitionen, Ergebnisgrößen sowie Liquiditäts- und Cashflow-Kennzahlen.
Wann reicht Excel für Unternehmensplanung nicht mehr aus?
Sobald mehrere Bereiche, Datenquellen oder Szenarien berücksichtigt werden müssen, stoßen Excel-basierte Prozesse an Grenzen – typische Folgen sind unterschiedliche Datenstände, hoher Abstimmungsaufwand und eingeschränkte Transparenz.
Welche Datenquellen sollte eine CPM-Lösung integrieren?
Typischerweise werden ERP-Systeme, Finanzbuchhaltung, Produktionssysteme, HR-Lösungen, CRM-Systeme und weitere Fachanwendungen eingebunden.
Was ist Stücklistenauflösung in der Produktionsplanung?
Die Stücklistenauflösung leitet aus geplanten Produktionsmengen automatisiert den benötigten Materialbedarf über mehrere Fertigungsstufen ab. Sie ist ein fachlich anspruchsvoller Bestandteil integrierter Produktionsplanung, den nur wenige CPM-Lösungen durchgängig unterstützen.

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